Das Angebot „Stadt der Kinder“ zieht um!

Das Angebot „Stadt der Kinder“ zieht um auf die Website der Stadt Würselen. Die aktuellen News finden Sie ab jetzt auf der Seite... weiterlesen

„Youcult“ Jugendkulturprogramm in Würselen und Herzogenrath

Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren sind herzlich eingeladen am Kulturprogramm "Youcult" in Würselen und Herzogenrath teilzunehmen. Für jeden ist etwas dabei... weiterlesen

Ferienspiele 2018 in der Stadt Würselen

Erstmalig stellt die „AG 78“ der Stadt Würselen die Ferienangebote für die Sommerferien 2018 gemeinsam vor.

Das vollständige... weiterlesen

Mittwoch, 02.07.2008

Abenteuerspielplatz "Stadt Würselen"

Federball spielen, Radio hören und schwimmen sind die Kleinigkeiten, die die Kinder aus Russland / Kursk, in der Nähe von Tschernobyl, strahlen lassen. Vergangene Woche (03. – 09.Juni) konnten zwanzig Kinder zwischen 9 und 15 Jahren die Stadt Würselen in vollen Zügen genießen. Dieses Jahr fand diese Aktion schon zum 8. Mal statt. Immer kommen andere Kinder die Stadt Würselen besuchen, um dort eine Woche Urlaub zu verbringen. Anschließend fahren sie für weitere zwei Wochen nach Hildburghausen in Thüringen. Mitfahren dürfen diejenigen, die gut in der Schule mitarbeiten oder sportlich sehr aktiv sind. Aus zwei Heimen á 140 Kindern werden jedes Jahr nur zwanzig Kinder Deutschland erleben können. Viel Unterhaltung und Spaß konnte auch dieses Jahr durch die Stadt Würselen mit großer Unterstützung vieler großen Sponsoren ermöglicht werden.  Nach einer fünfzigstündigen Busfahrt kamen die Kinder mit ihren zwei Betreuerinnen und einem Dolmetscher am 03.Juni gegen 17.30 Uhr am Krankenhaus in Bardenberg an. Hier wurden sie mit Frühstück, Abendessen und weichen Betten versorgt.  War die Busfahrt auch mit Hindernissen und Strapazen gekennzeichnet, freuten sich die Kinder auf eine erlebnisreiche Woche in Würselen. "Die Busfahrten sind zwar immer sehr anstrengend, doch die tollen Erfahrungen und Erlebnisse, die die Kinder hier machen, lassen die Fahrten ganz schnell vergessen.", berichtete der Dolmetscher Eugen Konev.  Am ersten Tag in Würselen empfing Bürgermeister Breuer alle Kinder im Rathaus der Stadt Würselen und beschenkte sie mit Broschüren und bunten Kulis der Stadt Würselen. Nach diesem Empfang lud Bürgermeister Breuer die Kinder zu einem großen Eis ein, welches ihnen ein Lachen ins Gesicht zauberte. Als Dank sangen die Kinder ein russisches Friedenslied für die Stadt Würselen. Nach einem kurzen Fußweg zur Pfarre St. Sebastian wurden sie von Herrn Wickerath über die alte Kirche und ihre Geschichte informiert. Mit viel Spannung und offenen Ohren hörten die Kinder aufmerksam zu und freuten sich, als jeder ein Aquarell-Bild der Kirche geschenkt bekam. Von dort aus ging es mit knurrendem Bauch über den naturgrünen Stadtgarten zum Restaurant "Zum Türmchen". Dort wartete schon das Ehepaar Ewig mit Schnitzel und Pommes Frites auf die hungrige Kinderschar. Auffallend war: Am Essenstisch herrschte Disziplin und Ordnung. Alles war leise und jeder aß seinen Teller bis auf den letzten Rest leer. Nach dem reichlichen Essen konnten sich die Kinder auf dem Reiterhof der Familie Wilhelms richtig auspowern. Die Pferde waren eine große Attraktion: beobachten, streicheln, reiten. Am Donnerstag, in der Vormittagszeit, wurden die Kinder vom Krankenhaus der Stadt Würselen überrascht. Jedes Kind durfte sich ein festes Paar Schuhe aussuchen. Freudige, lachende Gesichter und aufgeregte Kinder liefen durch das Schuhgeschäft und suchten sich jeder ein passendes Paar aus. Endlich gehören die Plastikschuhe der Vergangenheit an, wenigstens für ein paar Monate. Im Anschluss wurden die aufgeregten Kinder zum Gut Adamsmühle gebracht, wo Familie Pleyers schon sehnsüchtig auf sie warteten. Frau Pleyers empfängt die Kinder aus Russland schon seit vielen Jahren auf ihrem Gut und weiß inzwischen ganz genau, dass Schnitzel mit Kartoffeln und zum Dessert Erdbeeren das Leibgericht aller Kinder ist. Nachmittags gab es eine riesige Auswahl an Kuchen, die die Kinder nur zu gerne verspeisten. Das Abendbrot mit Gemüse und einer Vielfalt von Aufschnitt setzte dem ganzen die Krone auf. Zwischen den Mahlzeiten konnten die Kinder auf der großen Einfahrt der Familie spielen. Fangen, Federball, Verstecken und Fußball spielen. Endlich konnten sie mal richtig Kind sein! Nach einem kleinen Minigolf-Match gingen die Kinder freitags mittags in die Jugendeinrichtung "Nautilus" in Bardenberg. Hier wurde Pizza gebacken, Servietten gefaltet und entspannt. Nach dem erfolgreichen Mittagessen ging es über zum vielseitigen Programm. Zwischen Billard, Dart und Kicker spielen, färbten die Jungs ihre T-Shirts in blau, gelb oder grün und die Mädchen bestickten und bemalten ihre T-Shirts mit Perlen und Textilstiften. Außerdem wurden Bildercollagen mit den Kindern entworfen, die für ihr Heim bestimmt waren. Nachmittags verspeisten die Kinder den gesponserten Kuchen von Herrn Maßen, Filialleiter der Firma Oebel in Würselen. Zum krönenden Abschluss wurde mit dem Bürgermeister, den Sponsoren und allen Mitwirkenden gegrillt und Federball gespielt. Herausstechend war die Hilfsbereitschaft vieler regelmäßiger Besucher der Jugendeinrichtung "Nautilus", die mit den russischen Kindern gespielt haben und beim grillen und aufräumen sehr mitgeholfen haben.  Abends wurde den Kindern die Süßigkeiten verteilt, die sie von Herrn Render, Geschäftführer von Trawigo, geschenkt bekommen haben. Am Samstag ging es mit großer Vorfreude nach Broichweiden zum Herrn Woelk, der schon mit seinem Planwagen und zwei Ardenner gespannt auf die neugierigen Kinder wartete. Von Broichweiden über das grüne Feld ging es zuerst zum Würselner Waldspielplatz. Die Kinder waren begeistert von den Spielgeräten. Sie spielten Indianer und kletterten an den Seilen, als seien sie Seilakrobaten. Mit dem Planwagen auf den Weg zum Flugplatz Merzbrück schauten die Kinder immer wieder aus den Fenstern. So viel grün auf einmal hatten sie noch nie gesehen. Auf dem Flugplatz angekommen, stürmten sie auf die Segelflugzeuge los. Jeder durfte sich mal in ein Flugzeug setzten, ihnen wurde erklärt, wie ein solches Segelflugzeug funktioniert und sie konnten bei einer Flugsimulation sehen, welche Voraussetzungen man haben muss um fliegen zu können.  Sonntags mittags schwammen und tobten alle Kinder im Aquana und hatten Spaß. Rutschen, schwimmen, tauchen. Alles musste ausprobiert werden. Die Zeit verging wie im Fluge und keiner wollte wieder nach Hause gehen.  Am Abend ging Hans Brings, Leiter der Aktion und Sozialarbeiter im Jugendamt der Stadt Würselen, mit allen Kindern zu St. Balbina, um mit ihnen Deutschland gegen Polen zu schauen. Alle wollten eine Fahne in ihrem Gesicht gemalt haben und alle jubelten bei jedem Tor mit. Nach dem erfolgreichen Spiel der Deutschen lachte der kleine Fjodor und äußerte zu Hans Brings: "Jetzt haben wir gewonnen." Eine großartige Woche für die Kinder aus Russland ging mit vielen Abenteuern in der  Stadt Würselen am 09.Juni zu Ende.